Mein Jahr auf der Isla del Sol

Ab dem 08.08.2013 werde ich für ein Jahr nach Bolivien fliegen.
Ich gehe mit der Organisation Volunta, die mit dem DRK zusammen arbeitet, und das entwicklungspolitische Programm Weltwärts auf die Beine stellt.
Meine Aufgabe wird es hauptsächlich sein, den Kindern auf der Isla del Sol Englisch bei zu bringen und Projekte zur Mittagsbetreuung und Müllentsorgung zu starten oder weiter zu führen.

Donnerstag, 15. August 2013

De Santa Cruz a Sucre

Seit 4 Tagen sind wir nun aus Santa Cruz weg.
Gegen 4 Uhr ´Mittags sind wir am Busbahnhof in die Flotta (einen Reisebus) eingestiegen und - nachdem einige Leute im Bus Essen und Trinken verkaufen wollten - los gefahren.
Sobald man ein bisschen aus der Stadt raus fährt wird die Gegend viel Grüner. Überall am Wegesrand sind Hunde, Pferde, Esel, Schweine, Schafe und Hühner, teils angekettet, meistens aber frei rumlaufend.
Ziemlich schnell sind wir auch in bergigeres Gelände gekommen. 
Auch auf den schmalen und steilen Bergstraßen setzt sich der bolivianische Fahrstiel - der stärkere/schnellere Gewinnt und keine Rücksicht auf Verluste - fort.
Sobald der Bus einmal anhielt kamen Frauen die Orangen, Trinken und Gebäck verkauften.
Da die Sonne hier relativ schnell unter geht konnten wir einen kurzen aber wunderschönen Sonnenuntergang in den Bergen genießen.
Je länger wir fuhren, desto steiler wurden auch die Abgründe an den Seiten. Und auch die Kreuze am Straßen rand schienen sich mehr zu häufen.
In Bolivien selber sind ca. 30% der Straßen asphaltiert, von denen konnten wir uns die ersten 5 Stunden einen guten Eindruck verschaffen, danach war leider jeglicher Versuch zu schlafen ein großes Unterfangen, da die Straße zu einer Puckel-Piste wurde.
Gegen 6 Uhr morgens sind wir dann in Sucre angekommen und zu dem nächsten HI Bolivia Hostel gegangen.
Hier bleibe ich jetzt bis Sonntag mit anderen Freiwilligen um einen Sprachkurs zu absolvieren.

Die Nächte hier sind um einiges kälter als die in Santa Cruz und auch die Höhe ( 2808 m ) spürt man schon etwas. Aber gernerll finde ich die Stadt schöner als Santa Cruz, was auch daran liegen mag, dass ich mehr Zeit hab mich hier umzuschauen. 
Auf den Märkten hier kann man so gut wie alles kaufen. Von Nagelknipser über gebrauchte Schuhe und Pfannen bis hin zu Motorrädern. 
Am interessantesten fand ich bis jetzt den "Hexenmarkt". Hier werden alle Utensilien verkauft, die geopfter werden um bei verschiedene Göttern um Wohlstand, Geld, Gesundheit, Liebe etc. zu beten. Darunter sind auch an jedem Stand getrocknete Alpaka Embrios, die als Opfer verbrannt werden. Des weiteren kann man sich dort Karten legen lassen um in die Zukunft zu gucken.

Ich hoffe hier noch so einiges sehen zu können bevor ich Sonntag nach La Paz fahre und dann weiter auf die Isla del Sol, auf der ich erstmal auf jeden Fall kein Internet haben werde, ihr also auf eine Nachricht etwas warten müsst.

Muchos requerdos




P.S. Bilder kommen später

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