Mein Jahr auf der Isla del Sol

Ab dem 08.08.2013 werde ich für ein Jahr nach Bolivien fliegen.
Ich gehe mit der Organisation Volunta, die mit dem DRK zusammen arbeitet, und das entwicklungspolitische Programm Weltwärts auf die Beine stellt.
Meine Aufgabe wird es hauptsächlich sein, den Kindern auf der Isla del Sol Englisch bei zu bringen und Projekte zur Mittagsbetreuung und Müllentsorgung zu starten oder weiter zu führen.

Dienstag, 17. September 2013

Virgen de Guadalupe

Nach zwei Wochen Sucre, mit Sonnenstich und viel Tamtam um zwei Unterrschriften für unser Visum, sitze ich endlich wieder in La Paz und freue mich, dass wir morgen wieder auf die Isla fahren, und wir endlich anfangen werden zu arbeiten!
Vor ca. 2 ½ Wochen wurden wir nach Sucre gerufen um unser Visum vollständig zu beantragen. Wir dachten, dass das so an die 4 Tage dauern würde. Pustekuche, wie man sieht.
Aber dadurch hatten wir auch alle das Vergnügen und das Privileg, eines der größten Feste von Sucre mitzubekommen.
Das Fest der 'Virgen de Guadalupe' (Jungfrau von Guadalupe). Auf diesem Fest wird die Schutzpatronin von Sucre, mit Tänzen und Paraden geehrt.
Schon ein Wochenende vor dem Hauptfest Proben die Gruppen aus Sucre das Wochenende über, d.h. Die Tanzgruppen mit ihren Kapellen tanzen von Mittags bis spät in die Nacht. Nur ihre Kostüme tragen sie noch nicht bzw. nicht vollständig.
Auch unter der Woche werden kleinere Feste und Paraden (mehr oder weniger) zu Ehren der Jungfrau gehalten.
Wir sind z.b. mit ein paar Studenten auf einem kleinen Zug mitgelaufen/mitgetanzt. Die Studenten waren alle verkleidet, allerdings eher so wie man das bei uns an Karneval kennt und nicht in den traditionellen Kostümen. Bei dieser Parade hat man aber eindeutig gemerkt, dass es eher darum geht, Spaß zu haben und vor allem auch das ein odere andere Glas zu heben.

Vom 13. bis zum 15. September war dann das eigentliche Fest.
Freitag sind alle Schulen aus Sucre durch die Straßen gezogen und haben ihre Tänze und Musik zum besten gegeben. Am Samstag waren dann Tanzgruppen aus ganz Bolivien vertreten. Von Santa Cruz über Cochabamba bis hin zu Sucre.
Die Parade ging von 8 Uhr morgens bis 3 Uhr Nachts. Für die Tänzer heißt das, mindestens 4 Stunden durchgängig tanzen und für die Kapelle natürlich spielen!
Von Kleinkindern bis zu Männern und Frauen in den 60ern war alles vertreten. Jungen und Mädchen hatten sichtbar Spaß an dem ganzen, auch wenn so mancher bei Sichtkontakt mit dem Ende die Freudentränen kamen. Kein Wunder, wenn man 6 Stunden auf hohen Schuhen durch Sucre tanzen muss.
Diese ganze Parade, Zuschauer wie Tänzer, haben so viel Freude ausgestrahlt, dass es ein Zuckerschlecken war daran teilzunehmen und zuzuschauen.
So viel Kultur, solch eine Farbpracht habe ich selten gesehen und ich bin super froh, dass wir das miterleben konnten.


Eine Frau in Tinku Tracht












Kommentare:

  1. Was für eine Farbenpracht wow :-)
    Schöne Momente hast du eingefangen, da kann man sich ein kleines bischen mit euch feiern!
    Dann nach dem ganzen Streß mit dem Visum, viel Erfolg bei euren Arbeiten mit der Bevölkerung, bin schon gespannt was du so schreiben wirst...
    Alles Liebe
    Tine

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  2. Andrea hat erzählt du fängst an zu spinnen... supi :-)

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  3. Das sind ja tolle Fotos, muss ich gleich mit Oma Marianne mal sprechen, damit sie mal kommt und auch schaut. Du "spinnst", ich fange nun wieder an zu stricken.
    Liebe Grüße Anne.

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  4. Stricken, knüpfen, spinnen, sowas steht gerade alles bei mir an, hab mir gestern Wolle gekauft, nachdem wir einen riesen Markt voll wolle, nadeln etc. Gefunden haben. 5 wollkneule (gute Qualität!) für 4,50 € umgerechnet ;)
    Ganz liege Grüße!

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